• Slide - Corona

Bayern

Bayern

Wir haben auf dieser Seite alle Informationen für unsere Mitgliedseinrichtungen (Ambulante Pflegedienste / Tagespflegeeinrichtungen) in Bayern im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zusammengefasst. Diese Informationen werden regelmäßig aktualisiert und sind den DBfK-Mitgliedseinrichtungen bereits per E-Mail zur Verfügung gestellt worden.

Änderungen werden im Bereich "Änderungshistorie" chronologisch aufgelistet.

Änderungshistorie

Änderungshistorie

15.04.2020 - Sonderseite Bayern online
01.05.2020 - Ergänzung der FAQ im Bereich Rettungsschirm - § 150 Abs. 2 SGB XI

Aktuelle Informationen und Mitgliederrundschreiben

Aktuelle Informationen und Mitgliederrundschreiben

Die Rundschreiben des DBfK Südost e.V. im Rahmen der Corona-Pandemie finden Sie im Downloadbereich www.dbfk-unternehmer.de/corona/download.

Arbeitshilfen

Arbeitshilfen

Die Arbeitshilfen des DBfK Südost e.V. im Rahmen der Corona-Pandemie finden Sie im Downloadbereich www.dbfk-unternehmer.de/corona/download.

Allgemeinverfügungen des Freistaates Bayern

Allgemeinverfügungen des Freistaates Bayern zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Auf der Internetseite www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/#Allgemeinverfuegungen sind alle Allgemeinverfügungen des Freistaates Bayern zur Eindämmung der Corona-Pandemie abrufbar.

 

Notstandsmeldungen - § 150 Abs. 1 SGB XI

Notstandsmeldungen - § 150 Abs. 1 SGB XI

Durch das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz wurde der § 150 Abs. 1 dem SGB XI angefügt:

§ 150 Sicherstellung der pflegerischen Versorgung, Kostenerstattung für Pflegeeinrichtungen und Pflegebedürftige
(1) Im Fall einer wesentlichen Beeinträchtigung der Leistungserbringung infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ist der Träger einer nach § 72 zugelassenen Pflegeeinrichtung verpflichtet, diese umgehend den Pflegekassen gegenüber anzuzeigen. Es genügt die Anzeige an eine als Partei des Versorgungsvertrages beteiligte Pflegekasse. In Abstimmung mit den weiteren hierbei zuständigen Stellen, insbesondere den nach Landesrecht bestimmten heimrechtlichen Aufsichtsbehörden, haben die Pflegekassen zusammen mit der Pflegeeinrichtung zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung die erforderlichen Maßnahmen und Anpassungen vorzunehmen, wobei auch von der vereinbarten Personalausstattung einschließlich deren gesetzlichen Bestimmungen nach diesem Buch abgewichen werden kann. Dabei sind zum flexiblen Einsatz des Personals in anderen Versorgungsbereichen alle bestehenden Instrumente und Mittel einschließlich des Vertragsrechts zu nutzen, bei denen zulassungsrechtliche Voraussetzungen zweckgerichtet und unbürokratisch angewandt werden können. Dies gilt auch für den Einsatz von Beschäftigten für die Leistungen der zusätzlichen Betreuung nach § 43b in anderen Bereichen.

Das Meldeformular für Bayern finden Sie Downloadbereich unter www.dbfk-unternehmer.de/corona/download.


Rettungsschirm - § 150 Abs. 2 SGB XI

Rettungsschirm - § 150 Abs. 2 SGB XI

Durch das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz wurden die Absätze § 150 Abs. 2-3 dem SGB XI angefügt:

§ 150 Sicherstellung der pflegerischen Versorgung, Kostenerstattung für Pflegeeinrichtungen und Pflegebedürftige
(2) Den zugelassenen Pflegeeinrichtungen werden die ihnen infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 anfallenden, außerordentlichen Aufwendungen sowie Mindereinnahmen im Rahmen ihrer Leistungserbringung, die nicht anderweitig finanziert werden, erstattet. Der Anspruch auf Erstattung kann bei einer Pflegekasse regelmäßig zum Monatsende geltend gemacht werden, die Partei des Versorgungsvertrages ist. Die Auszahlung des gesamten Erstattungsbetrages hat innerhalb von 14 Kalendertagen über eine Pflegekasse zu erfolgen. Die Auszahlung kann vorläufig erfolgen. Für zugelassene Pflegeeinrichtungen, die eine vertragliche Regelung der Pflegevergütung nach den §§ 85 und 89 abgeschlossen haben, findet § 85 Absatz 7 insoweit keine Anwendung. Dabei sind bei Unterschreitungen der vereinbarten Personalausstattung keine Vergütungskürzungsverfahren nach § 115 Absatz 3 Satz 1 durchzuführen.
(3) Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen legt im Benehmen mit den Bundesvereinigungen der Träger stationärer und ambulanter Pflegeeinrichtungen unverzüglich das Nähere für das Erstattungsverfahren und die erforderlichen Nachweise für seine Mitglieder fest. Dabei sind gemessen an der besonderen Herausforderung von allen Beteiligten pragmatische Lösungen in der Umsetzung vorzusehen. Die Festlegungen bedürfen der Zustimmung des Bundesministeriums für Gesundheit. Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen berichtet dem Bundesministerium für Gesundheit regelmäßig über die Ausgabenentwicklung.
 
Die zur Umsetzung der gesetzlichen Neuregelungen notwendigen Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes nach § 150 Absatz 3 SGB XI zum Ausgleich der COVID-19 bedingten finanziellen Belastungen der Pflegeeinrichtungen (Kostenerstattungs-Festlegungen) wurden nun durch das Bundesgesundheitsministerium genehmigt.

Die Festlegungen regeln Erstattungsansprüche für Coronavirus SARS-CoV-2 anfallende, außerordentliche Aufwendungen sowie Mindereinnahmen bei zugelassenen Pflegeeinrichtungen in den Monaten März bis September 2020.
Der Erstattungsanspruch umfasst Mehraufwendungen und Mindereinnahmen in Bezug auf die Leistungserbringung nach dem SGB XI sowie dem SGB V (Tagespflegen: einschließlich Leistungen für Unterkunft und Verpflegung). Ausgenommen sind Positionen, die anderweitig (z. B. über Kurzarbeitergeld, Entschädigung über das Infektionsschutzgesetz und Arbeitnehmerüberlassung) finanziert werden. Zu den erstattungsfähigen Aufwendungen/Mindereinnahmen gehören insbesondere: 
a. Personalmehraufwendungen z. B. aufgrund von Mehrarbeit, Neueinstellung, Stellenaufstockung, Einsatz von Leiharbeitskräften und Honorarkräften entweder zur Kompensation von SARS-CoV-2-bedingtem Personalausfall oder aufgrund eines erforderlichen erhöhten Personaleinsatzes. Dies kann Pflege- und Betreuungskräfte sowie sonstiges Personal und die ggf. notwendige (erhöhte) Inanspruchnahme von Fremddienstleistungen (z. B. Fahrdienste für die Tagespflege) betreffen. 
b. Erhöhte Sachmittelaufwendungen insbesondere aufgrund von infektionshygienischen Schutzmaßnahmen 
c. Einnahmeausfälle bei ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten, sofern Einsätze nicht durchgeführt werden können (z. B. bei an COVID-19-erkrankten pflegebedürftigen Personen, aufgrund SARS-CoV-2-bedingter Nichtinanspruchnahme von Pflegeleistungen oder aufgrund SARS-CoV-2-bedingtem Personalausfall)   
d. Einnahmeausfälle bei stationären Pflegeeinrichtungen (auch Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege) aufgrund von SARS-CoV-2-bedingten Leistungseinschränkungen. Diese können vorliegen infolge von (Teil)Schließungen oder Aufnahmestopp zur Eindämmung der Infektionsgefahr (aufgrund behördlicher Anordnung oder einer infektionsschutzbedingten Maßnahme des Trägers) sowie infolge einer SARS-CoV-2-bedingten Nichtinanspruchnahme oder aufgrund SARS-CoV-2-bedingtem Personalausfall. 
Als Grundlage für die Berechnung evtl. Mindereinnahmen der Pflegeeinrichtung dient der Abrechnungsmonat Januar 2020 - bei späterer Zulassung werden individuelle Regelungen getroffen. 
Die Pflegeeinrichtungen können regelmäßig zum Monatsende ihren Anspruch geltend machen. Da sich die Berechnung der Mindereinnahmen jeweils auf den gesamten Monat bezieht, können diese demnach erst im Folgemonat geltend gemacht werden. Die Pflegeeinrichtungen können auch mehrere Monate (höchstens März bis September 2020) in einem Antrag zusammenfassen und ggf. einen weitergehenden Anspruch bezogen auf die Monate März bis September 2020 bis Jahresende 2020 nachmelden. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 14 Kalendertagen durch die zuständige Pflegekasse. Im Rahmen eines nachgelagerten Nachweisverfahren (z. B. im Rahmen der nächsten Vergütungsverhandlung) können Über- und Unterzahlung festgestellt und ausgeglichen werden. 

Das Antragsformular und die Übersicht der Zuständigkeiten für Bayern finden Sie im Downloadbereich www.dbfk-unternehmer.de/corona/download.

<01.05.2020>
FAQ: Fragen und Antworten zur Umsetzung der Kostenerstattungs-Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes nach § 150 Absatz 3 SGB XI zum Ausgleich der SARS-CoV-2 bedingten finanziellen Belastungen der Pflegeeinrichtungen.